(HH) Vortrag 01.12: Antiimperialismus, Antizionismus & Nationalismus von links

In der Reihe „Der neue alte Antisemitismus“: Antiimperialismus, Antizionismus und Nationalismus von links. Zur Erinnerung an Rosa Luxemburg

Vortrag & Diskussion mit Olaf Kistenmacher

01. Dezember 2016, 19:30-21 Uhr.
Ort: Rote Flora, Achidi-John-Platz 1, Hamburg (Eingang Schulterblatt).

Veranstaltet von Bagrut e.V.

Anfang der zwanziger Jahre verständigte sich die Kommunistische Internationale auf eine neue antiimperialistische Politik. Fortan seien überall auf der Welt „nationale Befreiungsbewegungen“ zu unterstützen, selbst wenn sie keine kommunistische oder sozialistische Ausrichtung hatten. Eine nationale Bewegung war allerdings von dieser Solidarität ausgenommen: der Zionismus. Er galt als „Kettenhund des englischen Imperialismus“, und so begrüßte die Komintern 1929 die antisemitischen Ausschreitungen im britischen Mandatsgebiet Palästina.
Die antiimperialistische Politik der Komintern war wesentlich von Wladimir I. Lenins „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ geprägt. Aber seine Schrift war nicht die erste. Vier Jahre zuvor hatte Rosa Luxemburg ebenfalls eine marxistische Analyse des Imperialismus vorgelegt. Sie warnte wiederholt vor den Gefahren eines Nationalismus von links.

Olaf Kistenmacher (Hamburg) schreibt für die „Jungle World“ und „Konkret“. Jüngst veröffentlichte er mit Sina Arnold das Buch „Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges“ (Münster 2016).

Unterstützt durch die Aktionswochen gegen Antisemitismus 2016 der Amadeu-Antonio-Stiftung.