(HH) Vortrag 2.4: Völkischer Populismus, „Neue Rechte“ & der Antisemitismus

Völkischer Populismus‚ »Neue Rechte« und der Antisemitismus

Vortrag und Diskussion mit Tim Ackermann

Dienstag, 2. April 2019.
Beginn 19 Uhr.

Seminarraum in der Fabrique im Gängeviertel (4. OG), Valentinskamp 28 B (U „Gänsemarkt“).

Eine Veranstaltung des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg, in Kooperation mit Bagrut e.V. Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins.

Antisemitismus gehört zu den zentralen Bestandteilen des Weltbildes der extremen Rechten. In Abgrenzung dazu positionieren sich Teile des organisierten völkischen Populismus und der »Neuen Rechten« demonstrativ gegen Antisemitismus, kritisieren Judenfeindschaft von Muslimen und bieten sich gar Israel als Bündnispartner gegen ‚den Islam‘ an.

Doch trotz der Bemühungen um eine pro-jüdische Außendarstellung fällt das völkisch-populistische Spektrum zugleich immer wieder durch Antisemitismus-Skandale auf. Darüber hinaus weisen sich dem völkisch-populistischen Spektrum zuordnende Wähler*innen in aktuellen Umfragen die höchsten Zustimmungswerte zu antisemitischen Ressentiments von allen politischen Milieus auf.

In dem Vortrag soll dargestellt werden, welche Rolle der Antisemitismus sowie die demonstrative Abgrenzung davon im völkisch-populistischen Spektrum spielt. Insbesondere wird dabei die Bedeutung der Geschichtspolitik thematisiert, die auf einer aggressiven Erinnerungs- und Schuldabwehr basiert und die bundesrepublikanische Gedenkkultur in Bezug auf die Shoah grundlegend ablehnt. Daneben werden die Implikationen des in diesem politischen Spektrum dominanten völkischen Weltbildes sowie die Verknüpfungen mit der »Neuen Rechten«, die eine wichtige Funktion als intellektueller Stichwortgeber innehat, behandelt.

Referent: Tim Ackermann ist Soziologe und arbeitet als Bildungsreferent beim DGB-Bildungswerk NRW e.V.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus 2019, 1. Halbjahr. Weitere Veranstaltungen folgen: <https://www.hamburg.de/beratungsnetzwerk>.

Das Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Hamburg lädt mit der Veranstaltungsreihe ein zum öffentlichen Austausch und Dialog über aktuelle rechtsextreme Entwicklungen und Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Koordiniert werden das Netzwerk und die Veranstaltungsreihe durch die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die Behörde für Arbeit, Familie, Soziales und Integration.

 

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