(online) Talk 27.5: „Verschwörungserzählungen & Proteste in Zeiten von Covid-19“

Wir freuen uns sehr bei unseren lieben Kolleg*innen und Kooperationspartner*innen von SABRA, der Fachstelle für Antidiskriminerungsarbeit der der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf zu Gast zu sein!

Wann? 27. Mai, ab 19 Uhr
Wo? Online (Anmeldung erforderlich)

Was hat das mit Antisemitismus zu tun? Verschwörungserzählungen und Proteste in Zeiten von Covid-19

Online-Veranstaltung mit Florian Hessel & Pia Lamberty

***Die Diskussion findet via Zoom statt. Den Link zur Teilnahme erhalten Teilnehmende nur nach Anmeldung via E-Mail an anmeldung-sabra(a)jgdus.de.***

Die aktuellen Entwicklungen der „Hygienedemos“ oder „Widerstand2020“ verdeutlichen das große gesellschaftliche Mobilisierungspotenzial durch Verschwörungserzählungen in Krisenzeiten. Im Rahmen sogenannter „Corona-Proteste“ kommt es mittlerweile auch immer häufiger zu antisemitischen Vorfällen. Das ist eine bedrohliche Tendenz, insbesondere für Jüd*innen, denn Verschwörungsdenken geht oftmals mit einem antisemitischen Blick auf die Welt einher.

Nach einer Einführung in die Entstehung und Präsenz des Denkens in »Verschwörungen« beleuchten beide Expert*innen die gesellschaftlichen und psychologischen Grundlagen des Verschwörungsdenkens und welche Funktion sie für Radikalisierungsprozesse spielen können. Zentral soll den Fragen nachgegangen werden: Wieso haben insbesondere antisemitische Ressentiments einen wesentlichen Stellenwert bei Verschwörungserzählungen? Und was wir können wir dagegen tun?

Florian Hessel (Hamburg) ist Sozialwissenschaftler und Lehrbeauftragter der Ruhr-Universität Bochum. Er ist als freier Referent und wissenschaftlicher Berater in der politischen Bildung und Demokratieförderung tätig und Gründungsmitglied von Bagrut e.V. Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins. Aktuell erschien von ihm mitherausgegeben „Verschwörungsdenken“, ein Themenschwerpunkt der Zeitschrift Psychosozial.

Pia Lamberty (Berlin) ist Psychologin und Autorin. Sie forscht an der Universität Mainz zum Thema Verschwörungsglauben und veröffentlichte im Mai gemeinsam mit Katharina Nocun das Buch „Fake Facts – Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen“. Sie ist Bildungsreferentin beim Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V.

Moderiert wird das Gespräch von Sophie Brüss, sie ist Referentin für Antidiskriminierungsarbeit bei SABRA.

***Die Diskussion findet via Zoom statt. Den Link zur Teilnahme erhalten Teilnehmende nur nach Anmeldung via E-Mail an anmeldung-sabra(a)jgdus.de.***

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Die Veranstaltenden behalten sich vor, auch im digitalen Raum von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Das Expertengespräch findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.