(Online/D) Gespräch 13.10: „Antifeminismus & Antisemitismus – Verhältnis zweier antimodernistischer Ressentiments“

Wir freuen uns im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2021 digital in Düsseldorf zu Gast zu sein. Unser Vereinskollege Florian Hessel (Bagrut e.V./RUB) und Susanne Reinhardt (FU Berlin) diskutieren am 13. Oktober 2021 ab 19 Uhr mit Marina Friemelt (SABRA) über Antifeminismus und Antisemitismus.

Antifeminismus und Antisemitismus – Zum Verhältnis zweier antimodernistischer Ressentiments

Online-Veranstaltung mit Florian Hessel & Susanne Reinhardt

Veranstaltet von SABRA NRW im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus.

Mittwoch, 13. Oktober 2021, ab 19 Uhr.

Via Zoom. Meeting-ID: 974 6168 9203 Kenncode: 912748

Antifeminismus zählt zu den allzu lange wenig thematisierten antimodernistischen Ressentiments. Dabei ist Antifeminismus unauflösbar mit der Entstehungsgeschichte der bürgerlichen Gesellschaft verbunden und kann auch in Verbindung mit anderen Formen von Ablehnung, Hass und Gewalt auftreten. Das Spektrum und der (publizistische) Einfluss des organisierten Antifeminismus reichen von extrem rechten Milieus bis weit ins bürgerliche Lager und „die Mitte“ hinein. Der Anschlag auf die Synagoge in Halle am Jom Kippur vor zwei Jahren war antisemitisch und rassistisch, aber auch antifeministisch und misogyn motiviert. Nicht erst an diesem Beispiel lassen sich die Verschränkungen der Phänomene aufzeigen. Mit den Expert*innen Florian Hessel und Susanne Reinhardt möchten wir über kulturelle Codes, Anschlussfähigkeit und das Verhältnis der Ideologien zueinander sprechen.

Das Gespräch findet über Zoom statt und wird parallel auf Facebook gestreamt.

Florian Hessel (Hamburg) ist Sozialwissenschaftler und Lehrbeauftragter für Sozialpsychologie und Sozialtheorie der Ruhr-Universität Bochum sowie des Zentrums Gender & Diversity Hamburg. Er ist als freier Referent und wissenschaftlicher Berater in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig und engagiert sich bei Bagrut e.V. Verein zur Förderung demokratischen Bewusstseins. Gemeinsam mit Janne Misiewicz: Antifeminismus und Antisemitismus in der Gegenwart – eine Fallanalyse zu Verschränkung und kultureller Codierung (2020). Online: https://www.idz-jena.de/wsddet/wsd8-15

Susanne Reinhardt (Berlin) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Freien Universität Berlin und am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft. In ihrer Dissertation erforscht sie das Framing von Geschlechtergleichheit und sexueller Gleichberechtigung in rechten Parteien und rechten Medien sowie deren gesellschaftliche und politische Anschlussfähigkeit. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Forschung sind die Vernetzungsstrategien rechtsalternativer Online-Medien in Europa und den USA sowie rechter Parteien im Kontext der Europawahl.

Moderiert wird das Gespräch von Marina Friemelt, sie ist Projektmitarbeiterin bei SABRA.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt.

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