(Online/HH) Vortrag 4.11: „Jüdischer Widerstand in der deutschen Erinnerungskultur“

Wir freuen uns sehr auch in diesem Jahr wieder Projektpartner*innen der Amadeu-Antonio-Stiftung und des Anne-Frank-Zentrums Berlin für die Aktionswochen gegen Antisemitismus zu sein! Am 4. November 2021 wird in diesem Rahmen unser lieber Kollege Paul Mentz bei uns digital zu Gast sein und spricht über jüdischen Widerstand in der deutschen Erinnerungskultur. Weitere Veranstaltungen finden am 20. und 28. Oktober statt (s.u.).

Donnerstag, 4. November 2021 – ab 19 Uhr

Via Zoom. Anmeldung unter hamburg(a)bagrut.de

Jüdischer Widerstand in der deutschen Erinnerungskultur

Vortrag & Diskussion mit Paul Mentz

Veranstaltet von Bagrut e.V., unterstützt durch die und im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2021 der Amadeu-Antonio-Stiftung und des Anne-Frank-Zentrums Berlin.

In den Debatten über die Shoah wird zurecht darauf insistiert, dass die antisemitische Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten historisch nicht mit anderen Formen von Unterdrückung und Herrschaft gleich zu setzen ist. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch der jüdische Widerstand gegen den deutschen Nationalsozialismus nicht ohne weiteres mit dem historisch vielfältigen Widerstand gegen politische und soziale Unterdrückung vergleichen. In der deutschen Gedenkkultur wird auch der jüdische Widerstand thematisiert, jedoch selten und ohne auf die spezifischen Bedingungen, unter denen der jüdische Widerstand agierte, zu reflektieren. Der Vortrag möchte Anhand von Beispielen des deutschen Gedenkens an den jüdischen Widerstand aufzeigen, dass eine Erinnerungskultur, die den zur Vernichtung drängenden Antisemitismus nicht thematisiert, mehr zu einer moralischen Entlastung der postnationalsozialistischen Gesellschaft beiträgt als zur Erinnerung an die Jüdinnen und Juden, die sich gegen die drohende Vernichtung zur Wehr gesetzt haben.

Paul Mentz, M.A. hat an der Ruhr-Universität Bochum Philosophie und Soziologie studiert. Er ist Gründungsmitglied von Bagrut e.V. und Co-Autor der Studie „Antisemitismus in Nordrhein-Westfalen: Wahrnehmungen und Erfahrungen jüdischer Menschen“ (2020). Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Fragen der Erkenntnistheorie und der Moralphilosophie. Aktuell leitet er ein von Demokratie Leben! gefördertes Modellprojekt in NRW.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2021:

20. Oktober 2021, 17-19 Uhr
Stadtteilführung (3G-Regel): Jüdisches Leben in Altona
Rundgang mit Sandra Wachtel

28. Oktober 2021, 19 Uhr
Verschwörungsmythen & Antisemitismus in der Prepper-Szene
Vortrag & Diskussion mit Mischa Luy

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