Ankündigung: Sammelband „Verschwörungsdenken. Zwischen Populärkultur & politischer Mobilisierung“ (Herbst 2022)

Voraussichtlich im November diesen Jahres erscheint im Psychosozial Verlag der Band Verschwörungsdenken. Zwischen Populärkultur & politischer Mobilisierung – herausgegeben von unserem Gründungs- und Vorstandsmitglied, Florian Hessel, gemeinsam mit Pradeep Chakkarath und Mischa Luy. Der Band versammelt neben den Beiträgen der Ausgabe der Zeitschrift psychosozial (1/2020) zum Thema – z.T. stark erweitert und aktualisiert, u.a. von unseren Mitgliedern Carolin Engels und Sebastian Salzmann – weitere interdisziplinäre Studien und Essays zum Phänomen des Denkens in „Verschwörungen“ – in Deutschland, Westeuropa, den USA, der Russländischen Föderation und Ghana. Das Cover hat der Designer unseres Flyers, Joachim Sperl, gestaltet.

Ca. 320 Seiten, 39,90 €. Erscheint November 2022.

»Verschwörungstheorien« haben Konjunktur – doch was liegt ihnen zugrunde? Verschwörungsdenken verweist auf eine ausgeprägte Bereitschaft, hinter verschiedensten Ereignissen das verborgene Wirken einer im Geheimen operierenden und übermächtigen Gruppe von Personen anzunehmen. Zugleich ist damit eine Wahrnehmungs- und Deutungskultur bezeichnet, in der sich Subjekte die Welt entsprechend aneignen, um eine weitgehend ohnmächtig erfahrene Realität strukturieren und erklären zu können. Als Mittel politischer Agitation haben Verschwörungsvorstellungen eine affektmobilisierende Wirkung, für das Individuum wiederum halten sie epistemische, soziale und emotionale Gratifikationen bereit. Das Denken in »Verschwörungen« und sein Wirkungspotenzial in tatsächlichen wie vermeintlichen Krisen ist so als Symptom wie auch Katalysator gesellschaftlich-politischer Entwicklungen zu verstehen. Multidisziplinär gehen die Autor*innen dem Phänomen auf den Grund und entfalten eine kritische sozialpsychologisch und gesellschaftstheoretisch orientierte Aufklärung des Verschwörungsdenkens.

Mit Beiträgen von Rebekka Blum, Felix Brauner, Pradeep Chakkarath, Florian Eisheuer, Carolin Engels, Melanie Hermann, Florian Hessel, Frank Horzetzky, Martin Jay, Julian Kauk, Helene Kreysa, Alexey Levinson, Mischa Luy, Nora Feline Pösl, Jan Rathje, Felix Riedel, Sebastian Salzmann, Stefan R. Schweinberger, Stefan Vennmann, Anne Voigt, Hans-Jürgen Wirth und Deborah Wolf.

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